Holzschnitt (Xylografie)
Holzschnitt (Xylografie), Farbholzschnitt (polychrome Xylografie): Drucktechnik, bei der ein reliefartiger hölzerner Druckstock verwendet wird, um Grafiken zu erzeugen; auch die so entstandene einzelne Grafik wird Holzschnitt genannt. Zur Herstellung des Druckstocks werden von einem glatt gehobelten Holzbrett mit Schneidemessern die nicht druckenden Teile entfernt und die erhabenen Teile danach eingefärbt und abgedruckt (Hochdruck). Dabei handelt es sich um die älteste bekannte grafische Methode der Vervielfältigung. Erste Ansätze zu diesem Druckverfahren waren im Orient schon im 4. Jahrhundert bekannt, die ältesten heute noch erhaltenen Holzschnitte stammen aber aus Ostasien und wurden im 8. Jahrhundert angefertigt. In Europa setzte sich der Holzschnitt im 14. Jahrhundert mit der Verbreitung von Papier durch. Zuerst entstanden so genannte Einblattdrucke, die händisch koloriert werden mussten. Auch nach der Erfindung von Lettern, die zum eigentlichen Buchdruck führten, wurden Holzschnitte für die Herstellung und Vervielfältigung von Abbildungen verwendet. Zu den gängigen Methoden, Farbholzschnitte (polychrome Xylografie) herzustellen, gehört die aus Japan ("Japanischer Farbholzschnitt") stammende, bei der verschiedene Farben händisch auf die Druckplatte aufgetragen wurden.
 
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