Antonius von Padua - ein Heiliger als Tröster der Kranken auf einem Bilderzyklus (um 1709)

Für eine Antoniuskapelle im Tiroler Unterland gestaltete der Kufsteiner Barockmaler Michael Waginger (1642-1713) einen Bilderzyklus, auf dem Episoden aus dem Leben und Wirken des Hl. Antonius von Padua festgehalten sind. U.a. wurde der Heilige als Tröster, bei der Heilung eines Kranken und der Ermunterung von Aussätzigen und Krüppeln dargestellt.

Antonius von Padua (1195-1231) zählt zu den beliebtesten Heiligen der Christenheit. Das beweist schon allein der Umstand, dass der als redegewandt beschriebene Weggefährte des hl. Franz von Assisi (1181/1182-1226) bereits elf Monate nach seinem Tod heilig gesprochen wurde. In der gesamten Kirchengeschichte gab es seither nie mehr eine kürzere Zeitspanne zwischen Tod und Kanonisation (Heiligsprechung).

Die Legendenbildung rund um Antonius begann schon zu dessen Lebzeiten. Zu seinem Ruf als Volksheiliger gelangte er aber erst durch die Hilfe, die Trost, Heilung und Fürsprache Suchende im Lauf der Jahrhunderte durch ihn erfuhren.


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