Aussätzig - hl. Antonius als Patron der Verstoßenen auf einem Bilderzyklus (um 1709)

Der Kufsteiner Barockmaler Michael Waginger (1642-1713) setzte sich in einem achtteiligen Bilderzyklus intensiv mit dem Wirken des hl. Antonius von Padua auseinander. Zu den von ihm festgehaltenen Szenen gehören mehrere Krankenheilungen, es findet sich darunter aber auch die ungewöhnliche Darstellung von Aussätzigen, Verkrüppelten und Geisteskranken.

Die seltene Auswahl des Bildthemas ist wohl darauf zurückzuführen, dass der hl. Antonius von Padua (1195-1231) zu den beliebtesten Fürsprechern der Christenheit zählt. In der Vielzahl von Anlässen und Krankheiten, in denen er angerufen wird, gilt er aber vor allem als Schutzmacht über die Armen. Nicht zuletzt ist das auch der Grund, weshalb sich der Ausdruck "Antoniusbrot" für Spenden an die Armen eingebürgert hat.


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