Memento mori
(lateinisch für "Gedenke des Sterbens"): Als Mahnruf bereits in der Antike gebräuchlich, wurde er durch die Bibel bzw. durch das mittelalterliche Mönchstum, v.a. aber nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) weit verbreitet. Der Spruch entspricht ganz dem Lebensgefühl des Barock mit seiner ausgeprägten Antithetik, der Darstellung von Gegensätzen wie Diesseits und Jenseits, Spiel und Ernst, Schein und Sein, leidenschaftliche Sinneslust und Lebensgier. Der Aufruf "Carpe Diem" ("Nutze den Tag") wird der gleichzeitigen Todesmahnung mit so genannten Vanitas- (Vergänglichkeits-) bzw. "Memento mori"-Motiven wie Totenköpfen, Sanduhren usw. gegenüber gestellt.
 
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