Majestas Domini
(lateinisch "Herrlichkeit Gottes"), Christus in der Mandorla: Eine der beliebtesten mittelalterlichen Abbildungsarten für Christus. Das Bildmotiv geht auf die Prophezeiungen des Propheten Jesaia (Buch Jesaja 66,1) zurück: "Der Himmel ist mein Thron und die Erde meiner Füße Schemel". In größtmöglicher Feierlichkeit wird dabei Christus als derjenige wiedergegeben, der den Tod überwunden hat bzw. über die dunkle Macht (daher auch die leuchtenden Farben) triumphiert. Christus sitzt in frontaler Darstellung auf einem Thron oder Regenbogen, hat die rechte Hand zum Segnungsgestus erhoben und hält in der Linken meist das Buch des Lebens. Als Fußstütze dient oft die Erdkugel. Die gesamte Darstellung wird von einer Mandorla - einer meistens mandelförmigen Umrahmung - eingefasst. Zum Bildschema gehört auch das so genannte "Viergetier" bzw. "Tetramorph", das sind die vier Evangelistensymbole. Sie werden abgeleitet von der Vision des Propheten Ezechiel (Buch Ezechiel 1,10 ff.), wo von Wesen berichtet wird, deren Antlitze einem Menschen (zugeordnet dem Evangelisten Matthäus), einem Löwen (Evangelist Markus), einem Stier (Evangelist Lukas) und einem Adler (Evangelist Johannes) gleichen.
 
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