Rosenkranzgeheimnisse
Das katholische Rosenkranzgebet entwickelte sich aus frühmittelalterlichen Mariengebeten, bei denen das "Ave Maria" (lateinisch für "Gegrüßet seist Du, Maria") - ein Grundgebet der katholischen Kirche zur Anrufung der Gottesmutter Maria - einhundertfünfzigmal wiederholt und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten verbunden wurde. Im 15. Jahrhundert wurden die Ereignisse des Lebens Jesu in 50 (später 15) Schlusssätzen (clausulae) zusammengefasst, die sich an den ersten Teil des Ave Maria anschlossen: die fünf freudenreichen, fünf schmerzhaften und fünf glorreichen Rosenkranzgeheimnisse. Im Jahr 2002 führte Papst Johannes Paul II. zusätzlich die lichtreichen Geheimnisse ein. Zurzeit existieren - immer in Fünfergruppen aufgeteilt - zwanzig offizielle Formulierungen für Geheimnisse, die in das Rosenkranzgebet eingeflossen sind.
 
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