Bahnhof St. Anton am Arlberg - mit der Bahn zur Schipiste (2001)

Den bekannten Skiort St. Anton am Arlberg dominieren naturgemäß Bauten für den Tourismus. Sieht man vom 1925 bis 1929 von Clemens Holzmeister (1886-1983) erweiterten Hotel Post ab, war die Gemeinde bis vor wenigen Jahren aber kein Magnet für Architektur-Interessierte. Doch die Austragung der Alpinen Ski Weltmeisterschaft 2001 bewirkte eine anhaltend positive Wende. Für die Abwicklung des Ereignisses wurden infrastrukturelle Einrichtungen von Niveau realisiert, es folgten weitere Initiativen im Hotel- und Wohnbau. Zu den für die Weltmeisterschaft geschaffenen Gebäuden zählen eine WM-Halle (heute: Arlberg-well.com) der Architekten Dietrich/Untertrifaller, Bregenz (= Helmut Dietrich, Much Untertrifaller) sowie ein Zielstadion mit Zielhaus vom Architektenbüro Manzl.Ritsch.Sandner, Innsbruck (= Gerhard Manzl, Johann Ritsch und Manfred Sandner).

Letztere Architektengemeinschaft verwirklichte im Auftrag der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auch den neuen Bahnhof von St. Anton am Arlberg. Seine Realisierung erfolgte vor dem Hintergrund einer Bahnhofsverlegung von der Ortsmitte an die südliche Talseite und eines zweigleisigen Ausbaues der Bahnstrecke. Um den hohen Ansprüchen an den Schallschutz gerecht zu werden, gestalteten die Architekten ein Gebäude, das lediglich als eine parallel zum Fluss Rosanna verlaufende Mauerscheibe wahrgenommen wird.


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