Votivbild, Schlacht gegen die Bayern im Unterinntal (1744)

Zu den häufigsten Lebensumständen, die zur Stiftung einer Votivtafel geführt haben, zählen (Dank für die Errettung aus) Krankheit oder Naturkatastrophen. Daneben bezieht sich ein nicht unwesentlicher Anteil an Votivbildern auf bewaffnete Auseinandersetzungen. Sie wurden zum Dank dafür gestiftet, dass jemand unversehrt aus einem Krieg oder einer Schlacht heimgekehrt bzw. dass aus Kämpfen herrührende Verletzungen verheilt waren.

Auf manchen Votivbildern werden Kampfhandlungen so detailreich wiedergegeben, dass Schlachtpläne oder der Verlauf von kriegerischen Auseinandersetzungen direkt nachvollziehbar werden. So z.B. auf einer Votivtafel aus dem Jahr 1744, die einen bayrischen Einfall in der Grenzregion Kufstein zum Gegenstand hat: Die Schanzenkonstruktionen und die Positionen der Geschütze sind ebenso genau abgebildet wie die Aufteilung und das Vorgehen der verschiedenen Truppenteile (Infanterie und Kavallerie). Offenbar handelt es sich bei der dargestellten Szene um einen Ausfall aus einer Befestigungsanlage und um einen erfolgreichen Gegenangriff in der Nähe einer Zollstation am Inn.


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