"Totentanz" - Tafelbildserie von Johann Anton Falger in Elbigenalp (1840)

Die Martinskapelle im Friedhof der Pfarrkirche Elbigenalp verfügt über zwei Geschosse, im unteren befindet sich das Beinhaus und im oberen ein kleiner Sakralraum. An seiner Seitenwand kann eine der wenigen Totentanz-Darstellungen Tirols besichtigt werden. Sie stammt von Johann Anton Falger (1791-1876) und entstand 1840.

In der Kunstgeschichte stellt der Totentanz ein ganz besonderes Genre dar: Seine Wurzeln sind im Frankreich des 14. Jahrhunderts zu finden, wo er unter der Bezeichnung "Danse macabre" (lat. "Chorea Machabaeorum") eine literarische Gattung darstellte und szenisch aufgeführt wurde. Ursprünglich handelte es sich dabei um kurze vierzeilige Wechselreden zwischen dem Tod und 24 Personen, die in absteigender sozialer Rangfolge zu Wort kamen.

Bald war der Totentanz auch im deutschsprachigen Raum weit verbreitet, wo er in Bild- und Textform neben der Wand- vor allem in der Buchmalerei seinen Niederschlag fand. Eine "Renaissance" erlebte das Genre später vor dem Hintergrund des Schwarzen Todes, der Pest.


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