Putti - Kinderengel aus dem Tiroler Unterland (ab 1756)

Putto (Mz. Putti, deutsch "Putten"), das italienische Wort für "kleiner Knabe, Kleinkind", ist eine Bezeichnung für die in der Skulptur und Malerei seit der Gotik aufkommende Darstellung von Kinderengeln, die seit der Frührenaissance meist als nackte Knabenfiguren mit oder ohne Flügel wiedergegeben werden.

Sie gehen auf die schon in der Antike bekannten Darstellungen kleiner, oft geflügelter nackter Knaben zurück. Die so genannten "Amoretten", "Cupidines" oder "Eroten" galten als verniedlichte Gestaltungen des griechisch-römischen Liebesgottes Eros/Amor (lat. auch Cupido), der Gott der Liebe (genauer: des sich Verliebens), der - oft auch Schabernack treibend - mit seinen Pfeilen ins Herz trifft und dadurch die Liebe erweckt.

Diese Art der Darstellung erlebte vor allem im Barock und Rokoko eine Wiedergeburt: Knabenfiguren tragen Pfeil und Bogen oder zumindest einen quer über die Brust laufenden "Köchergurt", der den Behälter für die Pfeife festmacht.


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