Renaissance-Grabplatten in der Pfarrkirche von Matrei in Osttirol - "Hie ligt begraben..." (ab 1525)

In der Pfarrkirche von Matrei in Osttirol haben sich zwei aus der Zeit der Spätrenaissance stammende Epitaphien (Grabplatten) für Geistliche erhalten, die ehemals in der Kirche beigesetzt waren. Sie zeigen die halbfigurigen Porträts der Verstorbenen im Relief. Die Schaffung der beiden Grabdenkmäler ist in Verbindung mit der früheren Bedeutung der Pfarre zu sehen, denn sie gehört zu den ältesten im heutigen Gebiet von Osttirol und wurde wahrscheinlich schon in karolingischer Zeit (8. Jahrhundert) gegründet.

Die Pfarrkirche wurde in baulicher Hinsicht mehrmals erneuert. Ein Neubau der ersten romanischen Kirche erfolgte unmittelbar nach einem Brand (1326), ein anderer wurde in Angriff genommen, nachdem die Gemeinde so angewachsen war, dass eine Vergrößerung der Kirche unumgänglich wurde (1776-1783). Die baulichen Veränderungen sind auch der Grund dafür, dass die Renaissance-Grabplatten innerhalb der Kirche mehrmals versetzt wurden.


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