"Lactatio Bernardi" - Deckenfresko in der Kapelle auf der Stamser Alm (1748/1749)

Rogerius Sailer, Abt des Zisterzienserstiftes Stams, ließ 1744 auf der Stamser Alm einen kleinen Ansitz errichten, der ihm und seinen Mitbrüdern als Sommerrefugium diente. Wenig später gab er den Bau einer Kapelle in Auftrag, die mit Fresken von Joseph Jais, einem Altar von Stiftsbildhauer Johann Reindl und einem Altarbild von Josef Bernhard Stebele ausgestattet wurde. Mit der 1749 fertig gestellten Kapelle war ein reizvolles Gesamtkunstwerk im Sinne des Rokoko entstanden, das vor allem wegen der Darstellung der so genannten "Lactatio Bernardi" ("Milchgabe an den hl. Bernhard") besonderes Augenmerk verdient.

Der Maler Joseph Jais (1716-1763) musste mit der "Milchgabe an den hl. Bernhard" ein theologisches Programm umsetzen, das ihm von seinen geistlichen Auftraggebern vorgegeben wurde. Das Bildthema bezieht sich auf den hl. Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153), den Gründer des Zisterzienserordens, der zu seinen Lebzeiten ein bekannter Mystiker war.


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