"Pembaurblock" - Wohnhausanlage der Stadt Innsbruck (1926)

Theodor Prachensky (1888-1970) war wohl der Architekt und Stadtplaner, der das Bild von Innsbruck bisher am nachhaltigsten geprägt hat. Von 1913 bis 1953 war er im Stadtbauamt der Tiroler Landeshauptstadt tätig. In dieser Funktion lenkte er die Entstehung und das Aussehen ganzer Stadtteile in einer Form, die nicht nur in ästhetisch-baukünstlerischer Hinsicht, sondern vor allem in Bezug auf ihre Funktionalität beeindruckend ist. Theodor Prachensky realisierte weit mehr als tausend Wohnungen, in denen seit ihrer Errichtung Generationen von Innsbruckerinnen und Innsbruckern ihr Leben verbrachten.

Als Hauptwerk des sozialen Wohnbaus gilt der von Theodor Prachensky in Zusammenarbeit mit Jakob Albert in den Jahren 1926/27 realisierte Pembaurblock, der um einen abgesenkten Hofraum mit Kinderspielplatz und Mutterberatungsstelle (heute Kindergarten) errichtet wurde. Auf der Basis von Grundrisstypen (je nach Größe Typ A, B, C etc.) wurden hier insgesamt 100 Wohnungen konzipiert, deren hohe Lebensqualität vor allem davon bestimmt war, dass alle Einheiten mit einer geräumigen Wohnküche, einer offenen Loggia zum Hof und - damals noch eine Seltenheit - einem Bad ausgestattet wurden.


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