Nachtleuchter mit Löschhütchen (1836)

In einer Tiroler Sammlung hat sich ein kleiner Nachtleuchter auf einem Silbertablett erhalten. Er dokumentiert einen Aspekt unserer Alltagskultur, der vor dem allgemeinen Einsatz von Elektrizität und der Erfindung der Glühlampe durch Thomas Alva Edison (1879) in allen Haushalten besondere Bedeutung genoss: die Gewinnung von künstlichem Licht.

Bereits Jahrtausende vor der Entwicklung der heutigen Kerze befasste man sich mit der Frage, wie man Dunkelheit erhellen bzw. wie man den nutzbaren Tag verlängern könne. Am Ursprung der Verwendung künstlicher Lichtquellen standen Lagerfeuer, Fackeln und mit brennbaren Stoffen gefüllte Lampen, z.B. Öl- oder Tranlampen.

Kerzen - also längliche Objekte aus Wachs, in die Dochte oder leicht entflammbare Fäden eingezogen werden - dürften sich im Verlauf des 6. Jahrhunderts n.Chr. durchgesetzt haben. Die dazugehörigen Kerzenhalter durchliefen bis heute nicht nur auf formaler Ebene unterschiedliche Entwicklungsstufen, sondern auch in Bezug auf die Materialien, die zu ihrer Herstellung dienten.


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