Salongarnitur - elegante Möbel aus dem Tiroler Biedermeier (um 1850)

Zu den bedeutendsten Leistungen der Tiroler Tischlerkunst des 19. Jahrhunderts zählen die Arbeiten des Innsbruckers Johann Josef (später: Johann Nepomuk) Geyer (1807-1874). Der Kunsttischler leitete eine kleine Firma, die aus der Tischlerei seiner Mutter hervorgegangen war und in der er zeitweise bis zu 15 Mitarbeiter beschäftigte. Bald hatte er sich durch die Herstellung besonders schöner Möbelstücke einen so guten Ruf erworben, dass er 1838 zu einem der größten Aufträge des Landes gelangte: der Neueinrichtung der Innsbrucker Hofburg.

Geyer war bis etwa 1860 tätig. In Tiroler Wohnungen haben sich nicht wenige Salongarnituren und Einzelmöbel aus seiner Werkstatt erhalten. Die meisten von ihnen haben ein graziles Erscheinungsbild, wurden aus wertvollen Hölzern gearbeitet und häufig mit feinen Fadenintarsien ausgestattet. Für die Ausführung dieser für Geyers Möbel typischen, fein marketierten (= eingelegten) Adern aus Ahornholz verwendete er eine spezielle Sägemaschine.


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