Klosterapotheke in Lienz (ab 1700)

Als "pharmaceuticae artis satis peritus" (der Pharmaziekunst überaus kundig) wurden die Mitglieder so mancher Tiroler Ordenshäuser bezeichnet. Beispielsweise wird über die Apotheke des Dominkanerinnenklosters in Lienz berichtet, dass sie von einer heilkundigen Mitschwester hierher gebracht und eingerichtet worden sei. Doch schon lange vor dem Aufbau dieser auch so genannten "Infirmerie" war es hier üblich, sich mit Fragen der Heilkunde intensiv zu befassen. Das beweist der Umstand, dass im Kloster schon seit 1534 Apothekenbücher gesammelt wurden. Darüber hinaus versorgte ein "Apothekergartl" im Kreuzgang die Schwestern mit den notwendigen Zutaten für die Herstellung von Arzneien.

Es waren vorrangig die großen Pestepidemien des 17. Jahrhunderts, die zum Aufbau von größeren Klosterapotheken und zur Zusammenstellung von Reiseapotheken für reisende Mitschwestern und -brüder in den Tiroler Klöstern führten.


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