Heilige Ärzte - Kosmas und Damian in Volderwildbad in Volders (ab  1630)

Die beiden als Ärzte wirkenden Brüder Kosmas und Damian sind in Tirol zwar keine besonders bekannten Heiligenfiguren, ihnen wurde aber in der kleinen Kirche von Volderwildbad ein reizvolles Denkmal gesetzt.

Die Heilkraft der Quellen von Volderwildbad war schon in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bekannt. Zu seiner eigentlichen Blüte gelangte der Kurort aber erst, nachdem der bekannte Arzt und Medikus der Haller Stiftsdamen, Hippolyt Guarinoni (1571-1654), das Wasser 1609 untersucht hatte und darin Eisen, Salpeter, Vitriol, Alaun und Schwefel nachweisen konnte. Als umfassend interessierter und talentierter Barockmensch war Guarinoni auch als dilettierender Architekt tätig. So wurden nach seinen Plänen nicht nur die Karlskirche in Volders, sondern auch das von Damian Freiherr von Gienger gestiftete Kirchlein in Volderwildbad errichtet. Der 1625 bis 1660 verwirklichte Bau ist wohl nach dem Vornamen seines Stifters und gemäß seinem der Gesundheit gewidmeten Standort den Heiligen Kosmas und Damian geweiht worden. Die beiden Brüder dürften im 3. Jahrhundert in Syrien als Ärzte gearbeitet haben, wo ihnen der Legende nach sogar eine Beintransplantation gelungen sein soll.


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