"Aigner-Badl" in Abfaltersbach - gegen Krätze und Gicht (ab 1772)

Nicht erst der Wellness-Gedanke hat dazu geführt, dass Hallenbäder und Thermalanlagen zu einer Hochblüte gelangten. Ein Blick auf das Aigner Badl in Abfaltersbach beweist, dass man auch in vergangenen Jahrhunderten Erholung und Genesung in Bädern gesucht hat. Hierher kamen Bauern und Handwerker, aber auch Knechte und Mägde aus der Umgebung, um sich nach schweren Arbeiten zu regenerieren oder verschiedene Krankheiten zu kurieren. Für die Bäder wurde das Wasser einer Kalziumsulfat-Mineralquelle genützt, das bei verschiedenen Hautproblemen, z.B. Neurodermitis oder Schuppenflechte, aber auch bei Gelenksleiden, Rheuma, Ischias und Gicht eine heilsame Wirkung versprach.

Das urkundlich schon 1772 erwähnte, in seiner heutigen Form aber erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Bauensemble des Aigner-Badls setzt sich aus Badhaus, Gasthaus und Keller zusammen. Vor wenigen Jahren drohte der charmante und in landschaftlich reizvoller Umgebung liegende Komplex zu verfallen. Seit seiner Revitalisierung kann man in den Sommermonaten hier aber wieder den Badefreuden frönen.


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